Im Handumdrehen zu barrierefreiem Motorsport
BraunAbilitys Mathias Sandell hat es sich zum persönlichen Ziel gesetzt, den Motorsport barrierefrei zu machen. Was 2025 mit einem halbstarken Peugeot 107, umgebaut mit einem Carospeed, auf einer Messe begann, ist nun ein wachsender Rollstuhl-Rennstall.
„Obwohl wir uns seit dem ersten Treffen auf einer Automesse nur etwa eine Stunde lang kannten, hatten wir von Anfang an einen sehr guten Draht zueinander. Während des ersten Rennens wussten wir sofort, was wie zu tun war“,
erklärt Applikationsingenieur Mathias Sandell, der sehr stolz auf sein neues Team ist.
Zurecht, denn via Handsteuerung dominiert Para Racing SWE heute Rennstrecken und Ranglisten.
Barrierefreier Motorsport für alle
Für ihn und seine Teamkollegen Ronny Persson und Per Jameson sind mehrstündige Rennen, Fahrerwechsel mit Rollstuhl oder die bescheidenen 68 PS ihres Boliden keine Hindernisse auf dem Weg an die Spitze. Während sie leistungsstärkere Konkurrenten überrunden, mobilisieren sie andere mit ihrem Willen, das Autofahren selbst in die Hand zu nehmen.
„Jeder soll ein Rennauto fahren können“,
sagt Mathias überzeugt.
Inspiriert von der kontinuierlichen Weiterentwicklung BraunAbilitys eigener Handsteuerungen, wie dem neuen Carospeed Go, schuf er ein behindertengerechtes Rennauto, das von jedem, der will, testgefahren werden kann.
Was für den passionierten Motorsportler Mathias eine logische Konsequenz seiner täglichen Arbeit mit Mobilitätslösungen war, ist für den Sport geradezu ein Meilenstein.
Handarbeit, die andere inspiriert
Das jüngste Ergebnis des neu gegründeten Teams: Die drei haben gerade ein Turnier im Norden Schwedens staunend zurückgelassen. Nach sechs schweißtreibenden Stunden sicherten sie sich den ersten Platz. Mathias erklärt:
„Angesichts der leistungsstarken Fahrzeuge anderer Teilnehmer ist das eine noch größere Leistung.“
Denn er und seine zwei Partner mussten bei den geplanten Boxenstops sogar zweimal die Position hinter dem Lenkrad wechseln, inklusive Umsetzen mit Rollstuhl.
In der Zwischenzeit haben bereits mehr als zehn weitere Rollstuhlrennfahrer bei Mathias ihr Interesse an dem Rennauto mit neuer Handsteuerung angemeldet. Wir freuen uns sehr über ihren wohlverdienten Erfolg. Er inspiriert auch uns, Mobilität, Freiheit und Fahrtwind für alle spürbar zu machen.